Zwischenzeitlich waren wir auch mal wieder mit der Uni unterwegs, ein Eintagesausflug nach Tianjin (天津), der es aber überhaupt nicht groß wert ist erwähnt zu werden. Viel besser war dann das Thanksgiving-Essen bei Ciara, der amerikanischen Kommilitonin von mir. Ich hatte nur keine Kamera dabei, daher leider keine Bilder davon. Beides hat die fleißige Österreicherin (einmal mehr ein Dank!) äußerst geflissentlich dokumentiert und in ihrem Blog gestellt. Daher bin ich an dieser Stelle so faul und verweise auf ihren
Eintrag. Unbedingt anschauen!
Sonst hatten wir nach unserem Himmelstempel-Ausflug noch am gleichen Tage eine Vernissage eines taiwanesischen Künstlers angeschaut, Fotos davon finden sich auch bei Resi im Blog. Aber um bei der Kunst zu bleiben: Hatte ich unlängst noch von unserem Ausflug ins NAMOC geschwärmt, erwartete mich eine neue Kunstschau der Superlative im berühtem 798 Art District hier in Beijing. Man muss ich das so vorstellen: Ein ehemaliges riesiges Industriegelände mit lauter stillgelegten Fabriken wurde über die Zeit hinweg zu einem der heißesten Punkte was gegenwärtige chinesische Kunst angeht. Galerie neben Galerie reiht sich hier in unendlicher Fülle in den alten Lager- und Fabrikationshallen und erhält sich dabei ein ganz eigenes, industriell geprägtes Feeling. Ich war schwer begeistert, und dabei habe ich bislang vielleicht gerade mal ein Fünftel von allem dort gesehen.
Besonders ins Auge fiel einem dabei die aktuelle Ausstellung des Ullens Center For Contemporary Art: Christian Dior & Chinese Artists. Als ein schwer geschädigter Dior-Anhänger war meine Euphorie selbstredend sehr groß! Um es kurz zu machen: Die Ausstellung war unfassbar gut! Eine der besten Ausstellungen was Konzeption, Abwechslungsreichtum und Ausstellungsbau angeht, die ich seit langem gesehen habe... Ein großes Manko aber gab es: Man durfte nichts, aber auch gar nichts fotografieren... Daher kann ich diesbezüglich leider mit keinen Bildern aufwarten, außer ein paar aus dem Foyerbereich und an anderer Stelle wo nicht so aufgepasst wurde. Allerdings hatte das dann nichts mit der sagenhaften Dior-Ausstellung zu tun.
Sei's drum, hier ein paar Fotos dennoch, und danach noch welche aus anderen Galerien. Leider galt da auch: An den meisten Stellen durfte man keine Fotos machen. Da war es dann aber meist einfacher ein wenig zu schummeln und dennoch zu knipsen...






Ganz herausragend für 798 sind die Architekturauswüchse die man hier bei den Gallerien findet: Alte Industriehallen ergeben einen großartigen Rahmen für die moderne Kunst. Dazu später noch mehr, beim mir bislang liebsten Gebäude.


Bevor man in diesen merkwürdig anmutenden Raum kam, war man in einer abgedunkelten Halle, an deren Decke ein bestimmt 10 Meter langer, schwach blinkender Satellit hing. Irre!