Wir haben nun schon einige Tage hier in Beijing das Frühlingsfest zelebriert, und es nimmt irgendwie kein Ende. Anfangs noch schwer begeistert vom täglichen Silvesterspaß, bekommt es für mich allmählich äußerst anstrengende Züge. Na ja, gestern war dazu noch irgendein besonderer Tag, denn im Gegensatz zu den Tagen zuvor ging es schon um sieben Uhr in der früh mit Böllern und Krachern los, und zwar quasi ausschließlich Kracher, im Minuten- bis später dann Sekundentakt, von früh bis abends. Dann setzten auch Raketenlichter wieder ein, aber wirklich, es ist nicht übertrieben: Gestern war hier in Beijing die akustische Hölle ausgebrochen! Spätestens zur Mittagszeit ging es mir unglaublich auf die Nerven... Um einen kleinen Eindruck von der Geräuschkulisse zu geben, die hier den ganzen Tag über geherrscht hat, drei kleine Videos. Das erste ist das uninteressanteste dabei... Und allgemein sollte man bedenken, dass das "statische Rauschen" im Hintergrund nicht irgendwie Wind, ein startender Düsenjet oder so etwas ist - nein, das sind ununterbrochen krachende Knallfrösche. Die Art von Knallfröschen, die in Ketten von Längen von bis zu fünf Metern auf dem Markt zu haben sind. Außerdem würde ich Euch, für das richtige Beijing-Gefühl raten, die Lautstärke auf maximal aufzudrehen. Denn auf den Videos kommt der Krach noch lange nicht laut genug rüber. Teilweise war es so laut, dass das Kameramikrofon damit gar nicht umgehen konnte. Nun ja, viel Spaß damit! Ich bin langsam echt froh, wenn es wieder ruhiger wird. Und falls jemand weiß, warum die gerade gestern hier so mit ihren Böllern aufgedreht haben, noch schlimmer als in der eigentlichen Neujahrsnacht, der schreibe es mir doch bitte in die Kommentare! Apropos Kommentare: Ich habe schon lange keine mehr bekommen! Los, schreibt mir! (Und man muss übrigens nicht angemeldet sein, als "Anonym" kann man einfach so schreiben, das nur zur Info, weil einige Mal gefragt hatten. Dann aber den Namen nicht vergessen!)
Museen, Houhai und Tiananmen
vor 17 Jahren
