17.09.08

故宫!- Die Verbotene Stadt

Wow! Montag haben wir es dann endlich mal geschafft, die erste Pflichtstation abgearbeitet zu haben: Gugong, die Verbotene Stadt, des Kaisers Unterschlupf! Und ich muss sagen, es war alles wert, selbst das enorm früher aufstehen... Es lohnt sich definitiv, schon so gegen acht Uhr dort zu sein, und sich anzustellen, wenn dann auch erst um halbneun aufgemacht wird. Gegen Mittag zu kommen ist auch unter der Woche absoluter Unsinn, da ist es viel zu voll. So konnten wir also, zumindest anfangs, eine relative Leere genießen. Aber ich lasse auch hier wieder mal eher Bilder sprechen und füge hier und da vielleicht noch einen Kommentar ein:

So ein Bild darf natürlich bei keinem China-Reisenden fehlen!



Das war noch alles vor dem eigentlich Einlass, wo wir ein wenig herumwarten mussten, da erst um halbneun aufgemacht wurde.


Beeindruckende Malereien an den Gebäuden! Auch die kompletten, meist sehr hohen Dachgewölbe waren komplett bemalt. Das kommt auf den ganzen Fotos wahrscheinlich leider gar nicht so raus, aber die Gebäude waren prächtigst verziert! Dort an den Eckgiebeln sind so kleine Tierfiguren zu sehen. Je mehr von denen an den Ecken jeweils waren, desto wichtiger und ranghöher ist das Gebäude im Palastkomplex einzuordnen...




Wie man hier schön sieht ist es anfangs noch relativ leer gewesen. Das würde sich später deutlich ändern...









Wie ich finde das schönste in der ganzen Stadt: Der Kaisergarten! Wirklich, ein wahnsinnig toller Fleck, man denkt gar nicht dass man noch in Beijing ist, so ruhig und entrückt das dort ist. Sicher, unzählige Menschen, aber die Bäume und die ganze Anlage war wirklich klasse...


An vielen Stellen waren auch noch Schilder mit Erklärungen angebracht, hier in diesem Fall ging es um diesen Baum, der ineinander verschlungen gewachsen ist, vor dem wohl auch kaiserliche Ehepaare irgendwas gemacht haben, genau weiß ich das auch nicht mehr :-)



Es gab auch zahlreiche dieser kleineren Pavillons, wunderschön anzusehen, rot lackiert, und innen auch prächtig verziert, wie man auf dem nächsten Bild der Decke gut sehen kann.




Ja, es gab auch künstlich angelegte kleine Berge mit kleinen Pagoden oben drauf!




Hier ein Baum der in der Form von "ren" (dem Zeichen für Mensch) wachsen gelassen wurde.


Dieses interessante Ding vor meinem (mittlerweile viel zu dicken... Fitnessstudio eröffnet am Sonntag, yay!) Bauch ist ein Audioguide! Der war auf deutsch und wirklich gut: Auf der Rückseite war eine Karte der Anlage aufgeklebt, mit kleinen Lämpchen für die verschiedenen Stationen. Kam man nun in die Nähe so einer Station begann der Audioguide von selbst zu erzählen, mit tollen Geschichten ausgeschmückt, die einem das Hofleben des kaiserlichen Chinas schon näher bringen konnten. Und wenn man dann weiterging leuchtete der Punkt auf der Karte nicht mehr und man wusste somit, wo man schon war und was man noch alles ansehen musste. Witzig auch, dass so ein Audioguide für Chinesen einen Euro kostete, für Ausländer 4 Euro. Aber wir habens ja, jaja...





Auch toll war, dass man in den Palästen teils noch tolle Ausstellungen hatte, einerseits mit Möbeln (ich brauche spätestens, wenn ich mir ne Loft leisten kann, einen original Ming-Stuhl!), oder Porzellan, oder Kaligraphien, oder viel viel mehr. Auch Gebrauchsgegenstände des Palastalltages waren darunter zu finden, Kleidung, und geschichtliche Hintergründe (zum Beispiel zur Kaiserinnenwitwe Cixi, die in China so eine Art Revival durchlebt).


Finde eines der mir am besten gelungenen Bilder...


Diese lackierten Ziegel erinnerten mich teils stark an das Babylonische Tor. Farblich wunderschön anzusehen, das kommt auf den Bildern gar nicht so raus.



Das war eine schön gemachte Ausstellung zu den großen Geburtstagen der verschiedenen Mitglieder der Kaiserfamilie. Dazu gab es auch eine Ausstellung mit Geschenken die dem Hof gemacht wurden, doch die habe ich leider verpasst anzusehen, muss ich das nächste Mal machen. Was ich auch machen muss, wenn ich wieder hingehe: Den Souvenirshop plündern! Echt teils sehr schöne, tolle Sachen, auch unkitschige, für gar nicht mal so viel Geld wie ich befürchtet hatte!


Nicht nur Papier, Seide, Schießpulver und leckeres Essen: Der Vorgänger der Plateauschuhe kommt offenbar auch aus China...


Wunderschöne Kaligraphien und Malereien waren auch in einer speziellen Ausstellung ausgestellt! Da man da drinnen aber abgedunkelt hatte, und man nicht mit Blitz fotografieren durfte, sind die Bilder leider kaum was geworden. Wird Zeit, dass ich das auch so schreiben kann!



Nach so 5 Stunden waren wir einfach zu kaputt, noch weiter zu machen, obwohl unsere Karte noch eine Menge Leuchtpunkte eingezeichnet hatte, bei denen wir noch nicht waren. Aber die Erschöpfung war zu groß, ebenso wie die Hitze, und so beschlossen wir an den Lotussee zu fahren, um dort was zu essen. Vom Essen habe ich keine Bilder, es war schweineteuer (für jeden so 6 Euro ca.), und dafür echt nicht gut. Insbesondere ein Essen, dessen Bild wir als Hühnchen mit Kartoffeln eingeschätzt hatten, stellte sich als katastrophal raus: Knochen mit Ingwerbrocken. Ungenießbar, und auch wenn ein wenig mehr Fleisch an den Knochen gewesen wäre, hätte es nicht viel gebracht. Naja, sei's drum, wir waren danach mal wieder in einem Starbucks auch dort am See, das hat es entschädigt, allein schon das coole Äußere des Cafés war genial, aber seht selbst:




Keine Kommentare: